Not Enough

IMAGE_166So sieht die Tür in einem unserer Klassenräume aus (Vergrößerung durch Klick auf das Bild). Drei Schilder, die jedem unmissverständlich klar machen, die Tür lieber geschlossen zu halten.

Ich habe mir spontan gedacht: Sag mal, halten die einen hier für total bescheuert? Ein Schild weniger täte es ja vielleicht auch.

Seit letzter Woche weiß ich: Nein, die Leute hier sind tatsächlich bescheuert. Und drei Schilder sind noch lange nicht genug.
Oder wie erklärt man sich sonst, dass einer meiner Kommilitonen statt der normalen Tür den Notausgang benutzt hat? Und im Anschluss für geschlagene 20 Minuten der Alarm geläutet hat?

Add comment 8. November 2009

You Get What You Give

Hab ich schon mal von meinem Zimmerkollegen erzählt? Also dem amerikanischen? Dem, der niemals mit uns redet?

Der war für die letzten ca. vier Wochen plötzlich und kommentarlos verschwunden. Wir vermuten, dass er wohl in Europa war mit seiner Klasse. Unterstützt wurde diese Vermutung von der Tatsache, dass er vor seiner kommentarlosen Abreise Klamotten für ca. vier Wochen in einen Koffer gepackt hat. Und das Leute, die Leute aus seiner Klasse kennen, berichtet haben, dass seine Klasse, aus der sie Leute kennen, für ca. vier Wochen nach Europa verschwindet.

Und gerade eben kam er, nach ca. vier Wochen, wieder zurück.
Wortlos.
Ohne „Hi“, ohne einen Blick, ohne irgendwas. Ich habe nicht gedacht, dass es möglich sein würde, zusammen in einem Zimmer zu wohnen und sich dermaßen zu ignorieren. Zumal wir am Anfang ja zumindest noch sporadischen Kontakt miteinander hatten.

Gibt es vielleicht Anregungen oder Tipps, wie sich dieses Verhältnis für die nächsten paar Wochen zumindest einigermaßen erträglich gestalten lässt? Ich komme mir so doof vor, wenn ich mich ihm gegenüber genauso ignorant verhalte. Wenn ich ihn zwanghaft versuche in Gespräche zu verwickeln allerdings genauso…

4 comments 6. November 2009

Super-Mullet

halloweenDer Amerikaner hat komische Bräuche, einige davon haben wir sogar auch in Deutschland adaptiert. Einer dieser Bräuche hat damit zu tun, dass sich alle Leute dumm anziehen und dann von einer Kneipe zur nächsten ziehen. Das nennt sich dann Halloween und kommt vermutlich daher, dass früher mal die Angestellten örtlicher Betriebe beim Draufmachen nicht erwischt werden wollten.

Ganz ähnlich bei den Kindern: Die haben zwar noch nichts mit Alkohol zu tun, aber auch die ziehen – von ihren verantwortunglosen Eltern in lächerliche Kostüme gesteckt – um die Häuser und betteln um Süßigkeiten. Wenn sie keine kriegen, beschmeißen sie das Haus mit faulen Eiern. Und damit sie dabei nicht erkannt werden eben die Kostüme.

Erstaunlich übrigens, dass die Kostüme in der Regel viel witziger sind, als man vermuten könnte. Ich dachte bei Halloween ja eher an Zombies, Hexen und Dieter Bohlen. Aber die Amerikaner sind zum Teil unglaublich kreativ: Pacman, YouTube, facebook, Twister, 2nd Amendment – es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt.

Weniger kreativ aber dafür um so zahlreicher: Piraten, Katzen, Kleriker jeder Art (sogar der Pabst), Walters, die Sesamstraße und Bierflaschen

Add comment 6. November 2009

I Love my Cruise Control

Kleiner Nachtrag zu meinem Besuch in West Virginia:

Video

Gedreht mit diesem schnittigen Hyundai, bei durchschnittlich 45 mph (ca. 72 km/h).

auto

Es ist überraschend, dass amerikanische Autos überhaupt schneller als 70 mph (112 km/h) fahren können, eine höhere Geschwindigkeitsbeschränkung habe ich nicht gesehen. Durchschnitt sind generell sogar nur 65 (104). Egal ob die Highways zwei-, drei- oder fünfspurig sind (in einer Richtung).

Add comment 26. Oktober 2009

A Roadtrip’s Outcome

Wer wissen will, warum ich das Wochenende im hinterletzten Eck in West Virginia verbracht habe, klicke hier:

gaga

Das war uebrigens das erste Mal, dass ich sowohl Fotos, Video und Text fuer eine einzige Geschichte liefern musste. Aber beurteilt selbst, ob das eine gute Idee war.
Und: Weder die Ueberschrift noch der Anreiser-Text stammen aus meiner Feder. Vielleicht ist meine Sprache einfach nicht jugendlich genug fuer sueddeutsche.de

5 comments 19. Oktober 2009

Tadaa!

Here you go, das Eat Local Video.

cccc

übersetzungen gibt’s auf Nachfrage (mir fällt gerade auf, dass ich mit meiner englischen Tastatur in WordPress kein großes ü schreiben kann).

Wen’s interessiert, welchen Part ich bei der ganzen Sache hatte: Bis auf die Footage-Bilder von Michelle Obama und dem Farmer’s Market habe ich fast alle Bilder gedreht. Und auch einen Großteil anschließend editiert. Was angesichts des lediglich rudimentär fähigen Schnittprogramms eine echte Herausforderung war.

Add comment 19. Oktober 2009

Roadtrip

Die schlechte Nachricht zuerst: Das versprochene Video, das wir gerade im Praktikum angefertigt haben, dauert noch den ein oder anderen Tag. Ich weiß nicht wieso, aber wir haben tatsächlich eine Woche länger gebraucht als geplant, um ein 2-minütiges Video zu schneiden. Liegt aber vielleicht auch an dem Spitzenprogramm mit dem wir hier arbeiten. Da kommt es schon mal vor, dass die komplette Tonspur plötzlich fehlt. Oder die Videospur. Aber ich denke mal, in zwei Tagen sollte es soweit sein.

Ja, und es wird Winter. Die Temperaturen hier fallen schlagartig, das ist nicht mehr feierlich. Gerade noch kurze Hose, jetzt Regen und um die 10 Grad. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, fahre ich heute, also in ein paar Minuten, los nach West Virginia.
Dort findet der Bridge Day, das weltweit größte BASE Jumping Event und Extremsportereignis überhaupt, statt. Ich wollte da eigentlich nur für einen Artikel in meinem Kurs recherchieren, habe dann aber gemerkt, dass das 5-6 Autostunden entfernt ist. Jetzt mache ich noch ein Video das ich anschließend verkaufen werde und so wenigstens die Reisekosten wieder reinhole. Schließlich muss ich mir ein Auto mieten und auch eine Nacht übernachten. Hoffe bloß, dass das Schneegestöber sich in Grenzen hält…

Details (und Videos) gibt’s am Sonntag, ich will dann auch generell wieder etwas regelmäßiger von mir hören lassen.

2 comments 16. Oktober 2009

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